Kirchspiel
                  Elnhausen EKKW

Pfarramt Elnhausen
Stöckelsbergweg 4
35041 Marburg

Telefon: 06420 7420
E-Mail: pfarramt.elnhausen@ekkw.de

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Zur Geschichte:

Im Namen des dreieinigen Gottes wurde am 16. Oktober 1235 durch Erzbischof Siegfried III. von Eppstein Elnhausen zur selbstständigen Pfarrei im Mainzer Archidiakonat St. Stephan erhoben. Vorher gehörte die Ortschaft Ailenhusen kirchlich je zur Hälfte zu den Sendbezirken Weimar im Dekanat Amöneburg und Michelbach im Dekanat Kesterburg.

Im Rahmen des Dorfjubiläums wurde im Jahr 2010 eine Festschrift veröffentlicht ". Hier finden Sie eine kurze Chronik "775 Jahre Elnhausen. Ein Dorf mit Geschichte" als PDF zum Download.

Der Pfarrei wurde seit dem 16. Jahrhundert Wehrshausen als Filialgemeinde zugeordnet. 1657 wurde Dagobertshausen zu Elnhausen eingepfarrt. Das Kirchspiel Elnhausen gehört heute zum Kirchenkreis Marburg im Sprengel Waldeck-Marburg der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW).

Von den Priestern der Zeit vor der Reformation sind dem Namen nach bekannt: Thomas, Priester zu Elnhausen. Volpert, Pfarrer 1361-1414. Konrad, Pfarrer um 1425 und Adam Schelt. Sein Nachfolger Konrad Wolf wurde 1509 Inhaber der Pfarrstelle Elnhausen. Nach Einführung der Reformation in Hessen durch die Synode von Homberg im Jahre 1526 war er der erste verheiratete evangelische Pfarrer der Gemeinde.

Die weiteren Pfarrer seit der Reformation in Elnhausen waren:

1539-1579: Simon Fleischhauer; 1580-1583: Hieronymus Fockenthal; 1583-1588: Wolfgang Helwig; 1588-1606, Johannes Gerst; 1606-1609: Nikolaus Schlingaxt; 1609-1611: Johannes Weishaupt; 1611-1613: Bernhard Matthaeus; 1613-1616: Jakob Dickhaut; 1616-1619: Johannes Strack; 1619-1624: Reinhard Matthaeus; 1624-1639: Wilhelm Daniel Gerst; 1639-1647: Ludwig Marschalk; 1648-1655: George Fincke; 1656-1686: Johann Jost Bonacker; 1686-1693: Johann Reinhard Gönner; 1693-1728: Johann Kaspar Hess; 1729-1760: Johann Philipp Volmar; 1761-1771: Heinrich Wilhelm Bergen; 1772-1774: Georg Christian Wilhelm Clemen; 1778-1807: Konrad Ludwig Theophilus Junck; 1807-1816: Johann Karl Ludwig Koch; 1816-1819: Justus Hartmann Ruppersberg; 1819-1838: Johann Rudolf Soldan; 1839-1884: Valentin Loderhose; 1885-1926: Reinhard Otto Heldmann; 1926-1929: Hermann Schick; 1929-1939: Wilhelm Hamel; 1939-1946: Alfred Lölkes; 1947-1956: Karl Kaiser; 1957-1958: Karl Ludwig Damm; 1958-1995: Prof. Dr. Georg Günter Blum; 1995-1997: Dr. Gernot Schulze-Wegener; 1998-2008: Helmut Koller.

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Zum Pfarrer:

Seit 1. Mai 2008 ist Dr. theol. Matti Justus Schindehütte auf der Pfarrstelle tätig.

  • Geb. 1975 in Hamburg-Altona, Sohn von Pastor Dr. Ingo Lembke und Marjatta Lembke-Seppälä.
  • Zivildienst in der Diakonie, Hamburg (1994-1995).
  • Steward im Hotel Seafarers & International House, Manhattan/New York (1995).
  • Studium der Evangelischen Theologie in Göttingen und Hamburg (1996-2001).
  • Abgeordneter im Rathaus Hamburg-Altona, GAL-Fraktionsvize (2001-2004).
  • Eheschließung mit Pfarrerin Dr. theol. Katrin Schindehütte (2003, drei Töchter).
  • Ergänzungsstudium zum "Master of Higher Education - Lehrqualifikation für Wissenschaft und Weiterbildung" (IZHD), Universität Hamburg (2003-2005)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Missions-, Ökumene und Religionswissenschaft des Fachbereiches Evangelische Theologie, Universität Hamburg (2001-2006).
  • Promotion zum Dr. theol. mit einer Arbeit über "Zivilreligion als Verantwortung der Gesellschaft" (2006)
  • Mitarbeit im Forschungsprojekt des Schweizer Nationalfond "Religionswechsel, Konfessionswechsel und Bekehrung in religiös pluralen Gesellschaften" (Lienemann/Lienemann), Universität Basel (2008-2012).

Seit 2006 im Dienst der EKKW:

  • Stellvertretender Dekan des Kirchenkreises Marburg.
  • Vorstandsvorsitzender des Kerstin-Heim e.V.
    Diakonische Einrichtung mit Heim, Schule und Internat zur Betreuung und individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung.

  • Gewähltes Mitglied der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista).
    Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung.

  • Zusatzauftrag "Trauungen in der Eventgastronomie" (seit 2015).
  • Zusatzauftrag zur Mitarbeit im Bereich Mission und Ökumene im Landeskirchenamt (2008-2014).
  • Theologischer Studienleiter der Kirchenkreise Marburg-Land / Marburg (2010-2014).
  • Mentor im Ausbildungsdienst.
  • Vikar in Söhrewald-Wellerode, Kirchenkreis Kaufungen (2006-2008).

Wissenschaftliche Veröffentlichungen:

  • „Konversion und Religionsrecht in Malaysia und Indonesien“, in: Lienemann-Perrin, Christine; Lienemann, Wolfgang (Hgg.), Religiöse Grenzüberschreitungen. Studien zu Bekehrung, Konfessions- und Religionswechsel. (= StAECG 20), Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2012, 763-795.
  • „Indonesien und Malaysia“, in: Porsche-Ludwig, Markus; Bellers, Jürgen (Hg.), Religionen in den Ländern der Welt (Handbuch), Bautz-Verlag, 2012.
  • „Islam ‚Made in Japan’. Vom Halbmond im Reich der aufgehenden Sonne. Religion als politischer Faktor innerhalb der Unabhängigkeitsbewegung Südostasiens“, in: Franke, Edith; Triplett, Katja (Hg.), Konvergenzen und Divergenzen religiöser und politischer Systeme Asiens (= Religiöse Gegenwart Asiens/Studies in Modern Asian Religions), LIT-Verlag 2010, 101-116.
  • mit Görrig, Detlef, „Geschwister – Gegner – Konkurrenten. Von der ‚Mohammedaner-Mission’ zum christlich-islamischen Dialog. Stationen missions-wissenschaftlicher Wahrnehmungen des Islam 1910-2010“, in: ZMiss (2008), 382-399.
  • „Religion als politischer Faktor. Erinnerungen an die Dschihadisierung der deutsch-türkischen Waffenbruderschaft“, in: ZMiss (2007), 10-20.
  • Zivilreligion als Verantwortung der Gesellschaft. Religion als politischer Faktor innerhalb der Entwicklung der Pancasila Indonesiens (zugl. Diss. Univ. Hamburg), Abera : Hamburg 2006.
  • Rezensionen für die Theologische Literaturzeitung (ThlZ) und die Zeitschrift für Interkulturelle Theologie (ZMiss).